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Pranayama - das Wunder des Atems

Information


Das Wort Pranayama verschmilzt zwei Ausdrücke miteinander. Zum einen das Wort Prana (Sanskrit: प्राण, prāṇa), das mit Kraft oder Energie übersetzt werden kann und zum anderen Ayama (Sanskrit: आयाम āyāma), was kontrollieren, bündeln oder lenken meint. Im Yogaunterricht treffen wir auf das Pranayama in Form der Atemübungen. Diese Praxis stellt eine Verfeinerung der Körperübungen dar, indem sie zwar mit Hilfe der Muskulatur Atemluft in die Lungen bewegt, hält und wieder loslässt, doch weit über die im Alltag vom vegetativen Nervensystem unbewusst produzierte Atmung hinaus geht. Der Atem ist ein Schlüsselloch und später ein Tor zu unserer Psyche und den Bewegungen des Geistes, die beständig an die Atmebewegungen gekoppelt sind.

Vorsicht bei Pranayama


Nutzen Sie sehr gerne die Lehrfilme um ihre in den Stunden geübte Praxis zu verfestigen und gleichzeitig zu verfeinern. Praktizieren Sie jedoch intensive Pranayamas erst nachdem Sie sie zusammen mit einem Lehrer ergründet haben. Da Pranayama einen Zugang zur Psyche eröffnet, kann es während dem Praktizieren immer wieder geschehen, das unterbewusste Eindrücke oder Erinnerungen aufsteigen. Beobachten Sie diese ohne das Sie sich von ihnen berührt fühlen. Bewerten Sie auch nicht, nehmen Sie sie nur zur Kenntnis. Wichtige Themen werden auch nach Abschluss der Übung noch zugänglich sein oder sich aber aufgelöst haben. Falls Sie spüren das ihr Körper sich gegen die Atemübungen wehrt oder immer wieder unangenehme Zustände auftauchen, vertrauen Sie sich einem erfahrenen Yogalehrer oder Yogalehrerin an.

Inspiration: Alles Atmet


Wir tun es seit unserer Geburt und werden es tun bis wir buchstäblich unser Leben aushauchen. Und dennoch widmen wir ihm wenig Aufmerksamkeit, denn er tut seine lebensnotwenige Sache auch, wenn wir uns nicht um ihn kümmern. Der Atem! So notwendig die Aufnahme von flüssiger und fester Nahrung für uns auch sein mag, ungleich ausschlaggebender für unser Überleben ist doch die ununterbrochene Aufnahme von Sauerstoff und das Loswerden von abgeatmeten Kohlendioxid. So lernen wir es in der Schule. Auch das den Vorgang des Atmens unser vegetatives Nervensystem steuert, damit wir nicht ersticken, wenn wir gerade mit den hunderttausend anderen Dingen beschäftigt sind, die das Leben heute so frech von uns einfordert und dem wir freimütig nachgeben bis wir einen Punkt erreichen and dem es "Einfach nicht mehr so weiter geht!".

Spätetstens hier werden wir spüren wie der Atem plötzlich kürzer wird. Wie er nur noch oberflächlich und leise dahinplätschert, sich auf eine Art und Weise zurück zieht, wie auch wir als Mensch uns mit unseren Bedürfnissen zurück ziehen wenn wir am Funktionieren sind.

An diesem Punkt angelangt suchen viele Menschen bewusst einen Ausweg aus dem Hamsterrad und landen unter Umständen in einem Yogakurs. Ausgepowert, verunsichert vom Leben, aus der Mitte gerückt mit kreisenden Gedanken die zweifeln, in Frage stellen und auf's Gemüt drücken.

Der Atem spiegelt häufig diese inneren Zustände wieder. Er holpert oder bewegt sich nicht mehr frei. Ist seicht und kann nicht mehr in die tiefe fließen, weil Spannung ihn abhält. Auch gelangt er in solchen Momenten nicht mehr zu seiner vollen Länge um sich entsprechend entfalten zu können und zieht sich immer mehr aus dem Leib zurück.
Der Yoga weißt dem Atem eine außerordentliche Rolle zu. Denn er dient als Mittler, als Botschafter zwischen dem Innen und dem Außen. So wie er sich beständig zwischen dem Körperinneren und der Außenwelt bewegt, fließt die Kraft des Atems, die im Yoga Prana genannt wird beständig zwischen dem Geißt und den Sinnen hin und her und schafft Lebenskraft. Diese Kraft des Lebens können wir spüren als Präsenz, als Hier-Sein. Wahrzunehmen was in diesem Moment, in diesem Augenblick um uns und in uns geschieht. Es ist ein Teilhaben an der Welt das uns das Prana schenkt und das sich zurück zieht, wenn wir den Atem vergessen oder die Wirren des Alltags uns vom bewussten Leben abbringen und uns einfach nur noch wie Maschinen agieren lassen. Dann sind wir nicht mehr Präsent, nicht mehr hier, sondern finden uns in Gedanken die sich mit Dingen beschäftigen die Abewesend sind. Die vielleicht schon längst vergangen sind, oder sorgen uns um die Zunkunft, die aber nur fiktiv ist, weil sie nur in unserem Kopf existiert.

Dann legen wir die rechte Hand auf den Bauch, die linke Hand auf's Herz und spüren den Atem. Sonst nichts. Wir mäkeln auch nicht an der Qualität unseres Atems herum, versuchen ihn nicht sofort zu verändern, zu optimieren, so wie wir es im Alltag gewohnt sind, denn er ist so wie er ist, weil er unser Unterbewusstsein ausdrückt wie eine Stimme aus der Tiefe. Und wir machen die Erfahrung das alleine das Beobachten eine Veränderung herbei führt. Von wo kommt der Atem, welchen Weg nimmt er in unser Inneres, wohin strömt er und gibt es vielleicht einen Augenblick der Atemruhe bevor sich die Bewegung umkehrt?

Die alleinige Anwesenheit unserer Wahrnehmung führt zur Ausdehnung, zur Entspannung. Führt zur Erkenntniss, das wir im Nicht-Tun, in der Passivität zur Mitte finden. Das sich Atembewegung und Gedankenbewegung gegenseitig bedingen. So wie sich Wasser immer am tiefsten Punkt sammelt, wenn das Gefäß das es begrenzt nicht mehr bewegt wird.

Dann entfaltet sich der Atem plötzlich, bringt die Welt mit der Einatmung in uns hinein. Und lässt ein Stück von uns in die Welt, wenn wir Ausatmen. Spendet uns ein Empfinden das wir nur ein Raum sind, eine Ausdehnung die sich in einem größeren Raum bewegt und der durch den Atem verbunden ist. Denn so wie wir, atemt alles Leben auf diesem Planeten. Und alles Nimmt in der Einatmung und alles Gibt wenn es ausatmet.

Ein ewiger Wechsel von hin und her. Wie die Wellen am Strand, die kommen und gehen und deren einziger Bestand die Wandlung und der Rhythmus von Fülle und Leere ist. Und vielleicht erfahren wir in diesem Moment das auch wir selbst nur eine Erscheinung des Lebens sind. Wie der Atem kommen und wieder gehen. Wie wir Ausdruck des Universums sind in dem es Freude, Liebe, Trauer und Angst empfinden, Lachen und Weinen kann. Und für einen Moment die eigene Bedeutung zur Nichtigkeit wird, weil wir durch ein Schlüsselloch in eine Unendlichkeit blicken dürfen die wir nicht Begreifen, aber Fühlen können.

Unversehens Atmen wir auf und wir gehen verändert in unser Leben zurück und fassen den Beschluss öfter mal die Hand aufs Herz zu legen und aus dem Bauch zu entscheiden!



nāḍiśodhana auch
anuloma viloma

Nadi Shodhana oder auch Anulomaviloma bezeichnet eine Atemübugn die einen Übergang bildet zwischne den Reinigungsübungen und den echten Pranayamas. Die Wechselatmung wirkt beruhigend auf das Nervensystem und hamonisiert die Tätigkeit der Gehirnhälften.

kapālabhātī

Kapalabhati ist eine der grundlegenden Atemübungen. Klassisch wird sie zu den Reinigungsübungen gezählt, da sie die Lungen und Atemwege von feinsten Fremdkörpern befreit und die Atemkraft steigert.

savitri

Savitri-Pranayama ist ein sehr entspannter Atemfluss, der uns in Berührung mit den Kumbhakas bringt ohne dabei Druck aufzubauen. Eine Atemübung für jeden Tag die auch ohne Vorbereitung praktiziert werden kann.



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